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Entsorgung von Holzasche: Thurgauer Lösung gesucht

Mit dem Inkrafttreten der neuen Abfallverordnung  (VVEA) am 1.1.2016 sind die Betreiber von Holzfeuerungsanlagen mit Neuerungen für die Entsorgung von Holzasche überrascht worden. Gemäss VVEA dürfen sie die Holzaschen nicht mehr in Deponien Typ B (Inertstoffdeponie) ablagern. Die Folge war ein Entsorgungsnotstand.

In der Zwischenzeit hat die Holzenergiebranche mit dem BAFU und den kantonalen Umweltämtern nach Lösungen gesucht. So ist ab Herbst 2018 eine 5 jährige Übergangsfrist vorgesehen, während welcher die Holzaschen wie bisher abgelagert werden können. Für die  Haushalte mit kleinen Feuerungen heisst dies, dass sie die Holzasche weiterhin über den Haushaltkehricht in der KVA entsorgen dürfen. Grössere Mengen von Holzasche können mit einer Ausnahmebewilligung weiter auf bisherigen Deponien Typ B (Inerstoffdeponie) abgelagert werden.
Zusätzlich soll die VVEA mit einer Regelung ergänzt werden. Diese legt fest, dass künftig die Betreiber von Holzfeuerungen Aschen jeglicher Art auf Deponien Typ D (Schlackenkompartiment) zusammen mit KVA-Schlacken (gut gemischt) ablagern können –und dies ohne zeitliche Beschränkung.
Die Schlacken aus KVA enthalten sehr viel Eisen, sodass die erforderliche Chromatreduktion von selbst erfolgt. 

Im Kanton Thurgau sind diese Lösungen leider bis jetzt nicht verfügbar. Die Deponiebetreiber haben keine Annahmepflicht (Deponien Typ B) und können nicht verpflichtet werden, beim AFU/BAFU eine Ausnahmebewilligung einzuholen. Eine Deponie Typ D (mit Schlackenkompartiment) ist keine vorhanden. Und die einzige Deponie Typ E im Kanton soll fast voll sein.
Die beteiligten Partner – AFU, KVA, Aschedienstleister, Holzenergie Thurgau, Feuerungsbetreiber – suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, denn allen ist es ein Anliegen, die gesamte Versorgungskette sauber zu Ende zu denken und entsprechend zu organisieren.

Irene Fässler, Geschäftsleitung Holzenergie Thurgau

 

 

 

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