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Ein Zeichen für die Debatte zur Energiestrategie 2050

14. Nationale Photovoltaik-Tagung 2016 in Bern

Ein Zeichen für die Debatte zur Energiestrategie 2050

Bern ist dieses Jahr Schauplatz der Nationalen Photovoltaik-Tagung vom 22.-23. Februar 2016. Ein Veranstaltungsort mit Symbolcharakter. Mit der erstmaligen Durchführung in der Bundeshauptstadt wollen die Organisatoren ein Zeichen setzen und dem neuen Parlament die Dringlichkeit für den Abschluss der laufenden Debatte zur Energiestrategie 2050 aufzeigen. Denn diese bildet eine zwingende Voraussetzung für den Ausbau der Photovoltaik.

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 ist vorgesehen, den Netzzuschlag auf 2.3 Rp./kWh anzuheben, womit der weitere Zubau ab 2018 gewährleistet wäre. Gemäss Swissolar, dem Schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie, der die Photovoltaik-Tagung zusammen mit dem Bundesamt für Energie und dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, VSE, anbietet, könnte Photovoltaik mindestens 25 % des schweizerischen Strombedarfs oder rund zwei Drittel des zu ersetzenden Atomstroms erzeugen.

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Solarstroms bilden denn auch die Eröffnungssession der Photovoltaik-Tagung. Dabei dürfte der Beitrag von Hans Kronberger, Präsident Photovoltaic Austria, einen besonderen Gedankenanstoss für die Energiepolitik bieten. Er vertritt im Grundsatz die Meinung, dass die politisch kaum bestrittene Priorisierung der Energiestrategie auf die Energieeffizienz, dem Zubau der Photovoltaik nicht förderlich sei und nach dem Sparen auf die lange Bank geschoben werde.

Die Tagung wird im Weiteren nationale und internationale Marktbedingungen und Marktentwicklungen der Photovoltaik aufzeigen sowie ihre Bedeutung als Teil der Gesamtenergieversorgung beleuchten. So avanciert die Sonne – wohl noch auf kleinem Niveau von 2,5 Prozent des Strommixes – dieses Jahr erstmals zur zweitwichtigsten erneuerbaren Stromquelle nach der Wasserkraft in der Schweiz.

Zu den Schwerpunkten gehören ausserdem die Möglichkeiten und Herausforderungen der Photovoltaik bezüglich Gebäudetechnik und Energiemanagementsystemen sowie der Blick in die Zukunft mit Entwicklungen und Praxisbeispielen in der Forschung, der Industrie und bei Geschäftsmodellen. Das breitgefächerte Programm mit Fachreferenten aus dem In- und nahen Ausland zeigt: Die Photovoltaik-Tagung hat sich zum wichtigsten Treffpunkt der Solarstrombranche der Schweiz entwickelt.

Programm und Anmeldeformular sind unter folgendem Link zu finden:www.swissolar.ch > Agenda

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